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Martin Lichtfuss - Komponist und Dirigent Martin Lichtfuss - compositeur et chef d'orchestre

In all my compositions, I deliberately try to transform the opposing forces of contemporary music into a personal idiom. This idiom is often characterized by pulsating rhythms repeatedly crossed by ametric sonic situations. The harmony is mostly free-tonal, and it yet glides into atonality time and again. And if most intimate musical passages consistently feature in my orchestral pieces, my chamber music itself is often suffused with symphonic gesture.

composition:

an

infinite

variety of possible syntheses

chamber music -


orchestral works -


organ works -

Three aspects


for brass quintet [ 1981/82 ]




Rudolf Korp – trumpet

Hannes Buchegger – trumpet

Jürgen Bongartz – horn

Sebastian Weiss – trombone

Werner Gottschald – trombone


duration: 10'00"



In den Drei Aspekten von 1981/82, entstanden während der Wiener Studienjahre von Martin Lichtfuss, wird die Formation eines Blech¬bläserquintetts im Rahmen eines 10 Minuten Stückes auf drei verschiedene Arten wirkungsvoll zum Einsatz gebracht.


Der erste Abschnitt – Introduktion – besteht aus einer Maestoso Einleitung und einer lyrischen, von einer Horn-Kantilene getragenen Passage. Ihr folgt der zweite Teil – Fuge, in welchem die Instrumente kontrapunktisch zusammen¬wirken, ein im Bereich der Neuen Musik oft tabuisiertes Phänomen und daher bewusst gewählt. Traditionelle Kontrapunktik in barockem Sinne wird hier neu beleuchtet, indem ein Thema mit wechselndem Metrum die Eigenart des Satzes bestimmt, ein Verfahren, das in mehreren Kompositionen von Martin Lichtfuss immer wieder zum Einsatz gelangt. — Dritter und vielleicht dominierender Teil ist das Allegro capriccioso, ein burlesker, in ganz anderem Geist als die Fuge konzipierter Satz, in dem besonders auf die Sitzordnung des Ensembles Bedacht genommen wurde: Die Spieler werfen sich die Noten gleich Bällen zu, wobei vor allem die beiden Trompeter miteinander konkurrieren. Dieses "Jonglieren" mit Tönen" findet schließlich nach einem kurzen retardierenden Moment ein wirbelndes Ende.


Das Stück insgesamt versteht sich als lockere, im Konversationston gehaltene Musik, die um Abwechslung bemüht ist und auf geistreiche Art zu unterhalten versucht.