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Martin Lichtfuss - Komponist und Dirigent Martin Lichtfuss - compositeur et chef d'orchestre

In all my compositions, I deliberately try to transform the opposing forces of contemporary music into a personal idiom. This idiom is often characterized by pulsating rhythms repeatedly crossed by ametric sonic situations. The harmony is mostly free-tonal, and it yet glides into atonality time and again. And if most intimate musical passages consistently feature in my orchestral pieces, my chamber music itself is often suffused with symphonic gesture.

composition:

an

infinite

variety of possible syntheses

chamber music -


orchestral works -


organ works -

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for 5 flutes[ 2002 ]


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1. Schwungvoll:



2. Zögernd:



3. Flüchtig:



Ensemble Q: Birgit Ebenbichler, Elke Klar, Roswitha Tiefenthaler, Hannes Schober, Bernhard Winkler


duration: 10'00"



Ausgangspunkt für dieses Flötenquintett war die Vorstellung eines Klang¬bildes, wie es sich aus dem Zusammenspiel von fünf gleichen Instrumenten ergibt: also nicht das, was man als Flötenfamilie bezeichnen wollte. Gerade in der Beschränkung des klanglichen Spektrums lag die Heraus¬forderung, verschiedene Farben mit anderen Mitteln, dafür aber umso nach¬drücklicher aufleuchten lassen. Auf diese Weise ergibt sich der Zusammen-hang von Klang mit Harmonie und Rhythmus gleichsam wie von selbst.

Im erste Satz spielen die FlötistInnen "wie aus einem Mund": ein einziges synchrones Unisono, harmonisch schillernd, rhythmisch vertrackt. Danach ein zartes, etwas zerbrechliches Stimmungsbild, in welchem sich das Ensemble in zwei Träger beweglicher Tongruppen teilt. Gegenstück zum ersten Satz bildet der Rahmen des letzten Stückes: dort bewegen sich die Instrumente gezielt nebeneinander und produzieren so wandernde Klangballen, durch die einzelne Zacken und Kanten aufblitzen. Diese ametrische und auf Klangver¬formung zielende Schreibweise versteht sich mit einer heiteren, unbefang¬enen Spielfreude als durchaus vereinbar, durch welche sich der Mittelteil plastisch abhebt. Hierin zeigt sich die Absicht des Komponisten, die er auch in anderen Werken immer wieder verfolgt: die Vielfalt unterschied¬licher, mitunter widersprüchlich scheinender zeitgenössischer Techniken und Klangmittel für einige Momente einzufangen und zu nutzen.