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Martin Lichtfuss - Komponist und Dirigent Martin Lichtfuss - composer and conductor Martin Lichtfuss - compositeur et chef d'orchestre

Oft versuche ich in meinen Kompositionen, widerstrebende Kräfte der Neuen Musik zu einer persönlichen Tonsprache zu verbinden. Sie ist häufig von pulsierender Rhythmik erfüllt und dann doch immer wieder von ametrischen Klangflächen durchzogen; die Harmonik ist meist freitonal, kippt aber immer wieder ins Atonale; und wenn in meinen Orchesterstücken immer wieder kammermusikalische Passagen erklingen, ist die Kammermusik oft von symphonischem Duktus erfüllt.

Komposition:

eine

unerschöpfliche Vielfalt

möglicher Synthesen

Kammermusik -


Orchesterwerke -


Orgelwerke -

K*tzbühel


eine patriotische Huldigung

für Streichquartett und Akkordeon

[ 2008 ]


Partiturdownload [ pdf-download ]

Stimmendownload [ pdf-download ]


1. Satz, Von Jägern und Schürzen:



2. Satz, Von Stadln und Musikanten:



BONZAH-Quartett

Chih-Yu Ou, Shan-Wu Wu – Violinen

Julia Purgina – Viola

Chih-Hui Chang – Violoncello

Alfred Melichar – Akkordeon


Dauer: 17'00"



Durch die Medien- und Unterhaltungsindustrie unserer Wohlstandsgesellschaft werden wir permanent von Show zu Show gejagt, von Fest zu Fest geschleudert und fortwährend angehalten zu "feiern" (auch wenn wir gar nicht mehr wissen, was). Einschlägige ProtagonistInnen propagieren in Hochglanzformaten die „wahre“ Lebenskunst: sportliche Lenker rasanter Schlitten, kristallin funkelnde Society-Tigerinnen, jodelnde Après-Skifahrer, gestylte Lobbyisten – die Vorbildwirkung dieser Idole gibt mehr zu denken als sie selbst. Die grauenhafte Unechtheit der medialen Wirklichkeit enthüllt, dass die schillerndsten Exponenten der eingeschworenen Party-Schickeria letztlich das Gegenteil ihres äußeren Erscheinungsbildes verkörpern: Hinter einer vorgespiegelten Fassade stehen sie als Antithese ihrer selbst vor uns wie Zeugen einer umfassenden gesellschaftlichen Verkümmerung.


Eine ihrer abstoßendsten Erscheinungsformen tritt uns in der "volksdümmlichen" Musik gegenüber, welche die wichtigste "Inspirationsquelle" für dieses Stück liefert. Doch beim Versuch, deren ekelerregende kommerzielle Anbiederung zu demaskieren, ereignet sich Unerwartetes: Entkleidet von allem klanglichen Firlefanz wird bei den meisten Liedern authentisches volksmusikalisches Gut erkennbar: Da entfalten sogar die übelsten Schlager einen Hauch von Charme…